Manches verändert sich kaum

Eine kleine Geschichte über eine kleine Straße in Mdina

thumbnail for this post

Es war 1975, als ich das erste Mal auf Malta war, zusammen mit meiner Mutter Marianne (1923-2017). Sie ließ es sich nicht nehmen, die ganze Strecke von Deutschland mit ihrem Auto zurückzulegen – bis auf das Stück Fähre von Siracusa nach Valletta. Das reproduzierte Dia (unten) zeigt sie, wie sie eine Gasse in Mdina entlanggeht. Nach dieser Vorlage hat sie dann später in ihrer Freizeit ein, wie ich finde, schönes und farbenfrohes Ölbild gemalt. Nur, wie das gelegentlich passiert, wenn ein Dia als Vorlage dient, seitenverkehrt. Oben sieht man es richtig gedreht. Das letzte Bild in der Reihe zeigt dieselbe kleine Straße im Oktober 2019 (ganz unten). Sie geriet mir zufällig vor die Linse, und ich habe erst später realisiert, dass es die Gasse auf dem Ölbild und dem Dia von 1975 ist. Auf einem Weihnachtsgeschenk habe ich die Gasse jetzt erneut entdeckt. Nur ist es diesmal Roger Moore, der sie entlang... nein nicht geht, sondern läuft, auf der Flucht vor der Mafia. Besagtes Weihnachtsgeschenk ist eine DVD des Spielfilms "Vendetta for the Saint" (Deutscher Titel: Die sizilianische Mafia, IMDb ) aus der Reihe "Simon Templar" (alias "The Saint"). Der Film von 1969 ist fast vollständig an Drehorten auf Malta entstanden. Wie ich las, hat sich das Filmteam nicht getraut, auf Sizilien einen Mafiafilm zu drehen. Mdina übernahm übrigens in dem Film die Rolle der sizilianischen Stadt Cefalù. Inzwischen habe ich auch erfahren wie die kleine Straße heißt: Triq l-imhazen.

Fotografie einer Gasse in Mdina.

Reproduktion des Dias von 1975

Dieselbe Gasse im Jahr 2019. DIe meisten Häuser sehen noch gleich aus, zwei der drei Bäume fehlen jedoch.

So sah die Straße im Oktober 2019 aus.